Köthi vs. USA 2011 – Day 20
Wir wachen im sonnig warmen Santa Barbara im Motel 6 auf. Eigentlich hätte man hier auch einen kompletten Urlaub verbringen können, so nah am Strand wirkt Santa Barbara wie ein kleines, verträumtes Urlaubskaff, obwohl es sogar relativ groß ist. Also nochmal richtig entspannend nach den doch relativ hektischen Roadtrip-Tagen.
Wie bereits erwähnt waren wir ja auf das schlimmste vorbereitet, was unser Zimmer betrifft, wurden aber freudig überrascht. Besonders cool dabei: Die Tür zum Bad, die nämlich aussah wie ein Wandschrank.

Und hier hat er direkt mal noch mehr Werbung, nochmal ein Bild des gesamten Zimmers, klein aber fein, sowie ein Bild des Logos des Motels. Wir haben im Laufe des Urlaubs in deutlich schlechteren Zimmern übernachtet, z.B. im Botel in Amsterdam, das war schon ganz schön siffig.

Nach dem Auschecken haben wir uns erstmal direkt an den Strand gesetzt, immerhin haben wir noch 2-3 Stunden Fahrt nach Los Angeles und an diesem Tag auch nicht mehr wirklich viel zu tun. Was macht man also am Besten? Postkarten schreiben!

Einige Postkarten hatten wir schon in New York geschrieben, weitere Postkarten in San Francisco gekauft, jetzt haben wir sie noch mit Inhalt gefüllt. Das die New York-Karten noch nicht versendet sind, muss ja keiner wissen
. Sie kommen bestimmt eh nach uns an.

Nach dem Postkartenschreiben haben wir dann noch die Zeit in der Sonne genossen, es waren schon morgens deutlich über 20°C. Wir hatten auch ein bisschen Angst, dass wir am Folgetag in New York wieder das gleiche fiese, kalte, regnerische Wetter haben würden, welches wir am Abreisetag hatten. Also nochmal soviel Sonne tanken wie es geht. Eis oder Getränke gab es am Strand leider nicht, zumindest nicht da wo wir waren, dafür aber ein Grill-Restaurant, aber da hatten wir morgens noch keinen Bock drauf.

Gegen Mittag haben wir uns dann on the Road begeben. Aber nicht, ohne nochmal kurz zu Trader Joe’s zu fahren, Conny wollte da nochmal shoppen gehen, sie war ja total begeistert von dem Laden. Und da wir bei inzwischen über 30°C kein Eis am Strand gefunden haben, haben wir uns das bei Trader Joe’s gekauft, für unterwegs.

Nächster Stopp: Malibu! Unser Weg führte uns zunächst weiter über den Highway 101, den wir ja am Vortag schon befahren haben. Zwischendurch fanden wir auch wieder den Highway 1, der mit der noch schöneren Route am Meer entlang. Dieser führte uns nach diversen Meilen grandiosen Küstenlandschaften nach Malibu. Malibu ist vor Allem berühmt durch diverse Promis die dort am Strand direkt ihre Villen haben.

So richtig viel kann man von den Häusern nicht sehen, muss aber auch nicht sein, die schönen und reichen wollen ja auch mal ihre Ruhe haben. Malibu ist aber auch berühmt durch die Fernsehserie “Baywatch”, in der David Hasselhoff stets grandios gebräunt von den Lifeguard-Türmchen in Richtung Pazifik sprintete, gefogt von einer Armee von ebenso braungebrannten Schönheiten mit Modelmaßen. Grandiose Serie. Naja die Lifeguardtürme haben wir auch gesehen. Hasselhoff oder Bikini-Schönheiten aber nicht. 

Stattdessen ging es weiter auf dem Highway, der auch weiterhin am Meer entlang führt. Als Wegzehrung gab es nur ein paar Cookies von Trader Joe’s. Die waren zwar relativ groß, aber so eine richtige Mahlzeit war es nicht, auf die mussten wir erstmal noch bis Abends warten. Auf dem Weg sahen wir aber auch diverse Surfer an den Stränden, die ihr Glück mit den armseligen Wellen am heutigen Tag versuchten. Dabei fiel auf, dass die meisten Surfer, die wir so gesehen haben, definitiv zur Generation 40+ zu zählen sind. Interessant. Man ordnet unter dem Titel “Surfer” doch normalerweise den sunnyboy-artigen Mittzwanziger.

Nach so viel freier Straße und so vielen schönen Aussichten mussten wir uns dann noch eine ganze Weile durch überfüllte Highways in Los Angeles quälen, bevor wir uns unserer letzten Bleibe in California näherten. Der Verkehr in L.A. geht mal garnicht. Immerhin konnten wir die Carpool-Lane nutzen, eine Spur auf den 16-Spurigen Highway, die man nur nutzen darf, wenn mindestens zwei Personen im Fahrzeug sind. Eine Bedingung, die 90% der Fahrzeuge nicht erfüllen. Sehr krass.
In unserem Hotel, wieder vom Typ “Travelodge”, wie schon in San Francisco, haben wir kurz eingecheckt und dann das ganze Auto erstmal geleert. Koffer, Rucksäcke, Kassenbons, Bonbons, Strohhut oder Jacken mussten wir erstmal wieder zusammensuchen und haben dann alles erstmal in unser Zimmer geschmissen, gepackt wird später. Unser Hotel ist nicht nur wenige Meter zum Flughafen, sondern auch nur wenige Meter zur Autovermietung Alamo, also nur kurz tanken und dann das Auto direkt mal zu Alamo. Der Typ, der unseren Dodge zurückgenommen hat, lobte kurz die über 2300 Meilen, die wir gefahren sind und unterhielt uns dann mit seinen Deutschkenntnissen, bevor er uns mit einer kleinen Quittung entließ. Unkompliziert. Schnell zurück ins Hotel, denn auf dem Weg zu unserem Zimmer haben wir ein cooles feature des Etablissements gesehen: Einen Pool!

Den haben wir dann auch erstmal getestet und uns ein wenig abgekühlt und dann auf der Liege ein wenig gechillt, solange bis die Sonne weg war. Das war dank der Zeitverschiebung vor wenigen Tagen nicht ganz so früh. Das war ein grandioser Abschluss unseres Roadtrips und wir werden beide vor Allem das Wetter in Kalifornien vermissen. Seufz.
Jetzt bleibt uns nur noch, unseren Hunger zu stillen, wieder haben wir den ganzen Tag nicht wirklich gescheit gegessen. Sonderlich viele Alternativen haben wir auch leider nicht von der Travellodge aus, immerhin sind wir unser Auto schon los. Direkt neben dem Hotel ist ein “Denny’s” Restaurant, also sind wir halt dahin.

War auch deutlich besser als in Bakersfield, wo wir schonmal in einem Denny’s waren. Bei mir gab es nen Chickenburger dieses mal und Conny gönnte sich den lang-ersehnten Salat. Nom nom nom. Nach dem Essen ging es dann früh ins Bett, unser Flug morgen geht um 6:30 Uhr morgens und wir wollen ja nicht noch einen verpassen. 