Köthi vs. USA 2011 – Day 13
Früh morgens geht es los in Richtung Grand Canyon. Heute steht die längste Autofahrt des Urlaubs auf dem Programm. Wir hatten beschlossen, den Grand Canyon als Tagestour von Las Vegas aus zu besuchen und nicht z.B. in Williams oder Flagstaff zu übernachten, da wir am nächsten Tag eh weiter in Richtung Bakersfield wollten. Also auf gehts zu 2x 5 Stunden Autofahrt.

Die Straßen sind sehenswert wie eh und jeh. Alleine der Asphalt in der Landschaft ist eigentlich schon grandios, besser noch wenn die Straße bis zum Horizont geht. Das faszinierende an den Landschaften ist eigentlich die Weite. Sowas kennt man von zuhause garnicht wirklich.

Gefahren sind wir über Kingman und Williams, wo wir auch je einmal getankt haben. Wir hatten vorher ein wenig Angst, dass wir auf den einsamen Straßen irgendwann keinen Sprit mehr haben, aber das passierte uns nichtmal ansatzweise. Nach 4:45h waren wir dann auch schon relativ fix am Ziel, nämlich dem Grand Canyon Nationalpark.

Als erstes viel auf, dass es hier schweinekalt war.Das könnte daran liegen, dass wir auf fast 2.000m Höhe sind. Das nächste was auffiel war, dass rings um den Grand Canyon nicht etwa Wüste ist, wie man auf den bildern meinen könnte, sondern Bewaldung, aber das sieht man auf den Fotos später noch besser. Nach einem kurzen Besuch im Visitors Center haben wir uns eine 2-3 Stündige Tour zusammengestellt und zogen los, erstmal den nächstgelegenen Aussichtspunkt zu suchen. Bislang hatten wir ja noch nichts vom Grand Canyon gesehen.

Der Effekt am Aussichtspunkt ist einfach grandios. Man kommt aus den Bäumen heraus und sieht diese Landschaft! Auch hier ist die Weitläufigkeit des Ganzen auch wieder sehr krass und mit Fotos eigentlich garnicht so richtig festzuhalten.

Wir sind dann einen kleinen Rundweg mit massenhaft Touristen entlanggeschlender und haben die Aussichten genossen, bevor wir dann das Ganze mal aus einer anderen Sicht sehen wollten. Im Nationalpark fahren von überall gratis Bus-Shuttles ab, mit denen man zu den einzelnen Punkten fahren kann, zwischen denen man auch wandern kann.

Wir sind mit 2 Busshuttles erstmal zum Hopi-Point gefahren und von dort zum Powell-Point gewandert. Naja. Was heißt Wandern… das Ganze war nichtmal ein Kilometer. 

Sehenswert war es trotzdem. Und von hier konnte man auch nochmal ganz ordentlich die Bewaldung am Grand Canyon sehen. Auf dem unteren der beiden Bilder sieht man massenhaft Wald auf den Felsen.

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Nach 3 Stunden ging es dann auch so langsam auf den Rückweg, wir wollten schließlich nicht zu spät wieder in Vegas ankommen. Auf dem Weg haben wir noch ein Stückchen der alten, abgesperrten Route66 gesehen, für mehr Strecke auf der ausgeschilderte “Historic Route 66” hat es leider nicht gereicht, denn die Sonne ging dann schon unter und im dunkeln ist das Ganze ja eh etwas witzlos.

Gegen 21:30 Uhr waren wir im hell erleuchteten Vegas wieder angekommen. Als kleine Belohnung für die viele Fahrerei gab es dann noch ein Ben&Jerry’s-Eis. Wir nutzten auch die Chance nochmal, ein wenig Geld zu verzocken, allerdings wieder wenig erfolgreich. Zuletzt gab es noch das standesgemäße Bad im Jakuzi und dann lockte das Bettchen.